Diesen Leitfaden hat ein aktiver Soldat geschrieben – der Gründer von mementomori.digital. Nicht um Angst zu machen, sondern weil wir sehen, wie Familien gefallener Kameraden monatelang nach Passwörtern und Dokumenten suchen.
1. Rechtliches: Testament und Vollmacht
- Testament für Vermögen, Konten, Auto, Immobilien. In der Ukraine kann der Kommandeur der Einheit das Testament eines Soldaten beglaubigen; das Zivilgesetzbuch stellt es einem notariellen gleich (Art. 1252). In anderen Ländern gibt es oft ähnliche Verfahren – frag einen Anwalt.
- Vollmacht für eine nahestehende Person.
- Dokumente an einem Ort sammeln, den die Familie kennt.
2. Digitales: was ein Testament nicht abdeckt
Ein Testament gibt keinen Zugang zu Handy, E-Mail, Onlinebanking, Cloud-Fotos oder Krypto in einer privaten Wallet. Liste diese Zugänge auf und schreibe kurze Anleitungen.
3. Persönliches: Worte, die es wert sind
Viele Kameraden sagen, das Schwerste seien nicht die Passwörter, sondern das Ungesagte. Ein Brief an Partner, Eltern, Kinder, die ihn erst in Jahren lesen. Er muss nicht perfekt sein, nur ehrlich.
4. Drei Regeln
- Nicht alles im Kopf behalten.
- Keine Passwörter im Klartext verschicken.
- Planen, wie und wann die Informationen die Familie erreichen.
Wie mementomori.digital hilft
- Verschlüsselte Nachrichten an bis zu 5 Personen.
- Bricht der Kontakt ab, prüfen wir wochenlang: E-Mails, Vertrauensperson, Anrufe.
- Deine Vertrauensperson kann uns jederzeit informieren; jede Meldung prüfen wir persönlich.
- Lange Funkstille an der Front ist kein Grund für eine Übergabe. Nichts passiert automatisch.
Pass auf dich auf. Und falls das Schlimmste passiert, sollen deine Worte die erreichen, die du liebst.